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ZF Services, Schweinfurt: Weniger Belastung, mehr Abwechslung

© ZF Services, Schweinfurt

 

Mit System das Arbeiten erleichtert

Es ist ein wahrlich schwerer Job: An einem Arbeitstag wuchtet mancher Kollege so viele einzelne Kupplungen und Stoßdämpfer, dass da mehrere Tonnen Gewicht zusammenkommen. Viele der 300 Beschäftigten glauben kaum an ein gesundes Rentenalter. Jetzt gibt ihnen der Betriebsrat von ZF Services eine Perspektive.

Um zielgerichtet und effektiv arbeiten zu können, führten Betriebsrat und Arbeitgeber zuerst eine Personalstrukturanalyse durch. Sie lieferte ein genaues Bild über die Altersstrukturen in den einzelnen Abteilungen und Beschäftigtengruppen! Mit der Analyse konnte der Betriebsrat nicht nur erkennen, welchen Bereichen wegen vieler rentennaher Beschäftigter Nachwuchs fehlt. In Zusammenhang mit ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilungen erhielt das Projektteam von ZF auch ein umfassendes Bild über die Anforderungen an die Beschäftigten: Wer ist körperlich oder psychosozial besonders belastet? Wo überschreitet die Belastung das für die Beschäftigten erträgliche Maß?

Eine wichtige Erkenntnis der Analyse: Es ist nicht nur das Gewicht der jeweils 8 bis 20 Kilo schweren Kupplungen, das den Beschäftigten zu schaffen macht. Es ist auch die Einseitigkeit ihrer Arbeit. Hierbei erhielt das Projektteam Unterstützung durch das Projekt "Branchenorientierte Personalarbeit und Arbeitsgestaltung". Ergebnis waren an die 100 ergonomische Verbesserungen: Diese reichten von höhenverstellbaren Schwenkarmen zur Befestigung von Computermonitoren an Kommissionierarbeitsplätzen bis zur Beschaffung von Hebehilfen.

Die aufwendigste Maßnahme jedoch ist die Einführung eines Systems, wonach Beschäftigte künftig rotierend eingesetzt sind. Das fördert nicht nur die Abwechslung zwischen körperlich hoch belastender Arbeit und weniger fordernden Tätigkeiten. Die Rotation von Arbeitsplätzen sorgt zudem für geistige Abwechslung und damit für Lernförderlichkeit.

Was gut für die Gesundheit ist, zahlt sich auch in Euro aus: Durch die Rotation wurden einige Arbeitsplätze so aufgewertet, dass sich dies auf die Eingruppierung nach ERA auswirkt.

BrainPa – Branchenorientierte Personalarbeit und Arbeitsgestaltung
Alternde Belegschaften und die Bewältigung des demografischen Wandels sind die Themen dieses Projekts. In ihm arbeiten Personalentwickler von ffw aus Nürnberg und Kolleginnen und Kollegen vom Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz der IG Metall zusammen mit insgesamt sechs Pilotbetrieben. Mehr unter: www.brainpa.de

 

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