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Flexible Ausstiege notwendig

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Statt Einheitsrente mit 67 brauchen wir Wahlmöglichkeiten für alle!

Die Menschen und ihre Arbeitsbedingungen sind viel zu unterschiedlich für starre Einheitslösungen. Für viele Beschäftigte wird es immer schwerer, den Ausstieg aus dem Berufsleben nach den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten flexibel und sozial abgesichert zu gestalten. Die staatlich geförderte Altersteilzeit lief 2010 aus. Unternehmen fahren betriebliche Altersteilzeitmodelle seither zurück und bewilligen immer weniger Anträge.

Unterschiedliche Bedingungen erfordern Optionen im Rentenrecht

Den unterschiedlichen Situationen von Beschäftigten und Betrieben muss Rechnung getragen werden. Deshalb müssen im Rentenrecht Wahlmöglichkeiten geschaffen werden. Dazu gehören etwa:

  • ein erleichterter Rentenzugang für Erwerbsgeminderte,
  • eine öffentliche Förderung gleitender Übergänge
  • und ein abschlagsfreier Rentenzugang für Beschäftigte mit langen Versicherungszeiten.


Der abschlagsfreie Ausstieg nach 45 Versicherungsjahren, der mit dem Rentenpaket 2014 beschlossen wurde, war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Allerdings muss diese Option zum flexiblen Übergang auch für jüngere Jahrgänge beibehalten werden. Statt der starren Einheitsrente mit 67 brauchen die Menschen dauerhaft mehr flexible Wahlmöglichkeiten.

Anreize zum Weiterarbeiten sind kontraproduktiv

Vorschläge, wie sie die Koalitionsarbeitsgruppe "Flexible Übergänge" gemacht hat, sind hier wenig hilfreich. Denn die Konzepte zielen vor allem darauf ab, höhere Anreize für ein Weiterarbeiten im Alter zu schaffen – auch über die Regelaltersgrenze hinaus. Das würde jedoch den Druck am Arbeitsmarkt erhöhen und den Sozialkassen finanzielle Mittel entziehen. Mehr Infos zu den Vorschlägen der Koalitionsarbeitsgruppe finden Sie in der SoPoInfo "Flexi-Rente (PDF-Dokument, 416.3 KB)".


IG Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban fasst die Flexi-Rente treffend zusammen: "Statt Brücken in den abgesicherten Ruhestand zu bauen, soll mit der "Flexi-Rente" möglichst billige Altenarbeit bis ins hohe Alter befördert werden. Dadurch droht eine weitere Zone prekärer Arbeit und Ältere werden gegen Jüngere ausgespielt."