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Das Problem: Die Renten reichen nicht

16.03.2016 | Kampagne

Deutschland steuert geradewegs auf eine tiefe Rentenkrise zu. Selbst Durchschnittsverdienern droht nach einem langen Erwerbsleben der soziale Abstieg im Alter. Sie werden ihren Lebensstandard nicht halten können. Es wird Zeit, über das Problem zu reden!

Seit Jahren sinkt das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung. Das ist kein Naturgesetz, sondern Folge politischer Fehlentscheidungen: Das Rentenniveau wird schrittweise immer weiter abgesenkt und liegt aktuell bei nur noch 47,5 Prozent. Die Folgen: Selbst wer das ganze Arbeitsleben einen Durchschnittslohn verdient, muss heute bereits 28,3 Jahre einzahlen, um eine Rente auf Hartz-IV-Niveau zu bekommen. Im Jahr 2030 könnten dafür bereits 31,6 Jahre notwendig sein. Und selbst Arbeitnehmer, die 45 Jahre schaffen, wären mit ihrer Rente nicht mehr weit von der Armutsschwelle entfernt

 
 

Beispiel Durchschnittsverdiener

Wer 45 Jahre lang Durchschnittsverdiener war, erhält beim aktuellen Rentenniveau von 47,5 Prozent knapp 1.315 Euro Rente (brutto). Hätten wir heute noch das Niveau aus dem Jahr 2000 (53 Prozent), läge die monatliche Rente bei 1.475 Euro. Doch die Talfahrt soll weitergehen: Geplant ist, dass das Rentenniveau 2030 bis auf 43 Prozent fällt. Wäre das bereits heute der Fall, dann bekäme der Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren nur noch eine Rente von 1.199 Euro.

Doch sobald sich im Lebenslauf Brüche auftun, wirken die sich sofort auf die Rente aus, wie diese fiktiven Biografien beispielhaft zeigen.

 
Rentenniveau
 

Mehr Rente – mehr Zukunft: Von höheren Renten profitieren alle

Niedrige Renten schaden nicht nur heutigen und zukünftigen Rentnern. Wenn ganze Erwerbsgenerationen trotz guter Arbeit vom Abstieg im Alter bedroht sind, leidet die deutsche Gesellschaft im Ganzen. Flächendeckende Niedrigrenten bedeuten nämlich auch eine deutliche Mehrbelastung für die Sozialkassen: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner werden aufstocken müssen, um über die Runden zu kommen.

Schwerer messbar, aber nicht weniger schädlich ist die Entwertung der Lebensleistung, die mit niedrigen Renten einhergeht: Wenn sich Durchschnittsverdiener im Alter um ihren Lebensstandard sorgen müssen, besteht eindeutig eine Schieflage bei der Wertschätzung von Arbeit in unserem Land. Und: Rentner sind auch Konsumenten. Nur, wenn ihnen ausreichend Geld zur Verfügung steht, kann diese wachsende Bevölkerungsgruppe aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und durch ihren Konsum die Wirtschaft ankurbeln.

Unterm Strich steht also: Die wachsende Rentenlücke gefährdet Wohlstand und sozialen Frieden in Deutschland. Angemessene Renten stärken die Konjunktur, entlasten die Sozialkassen und stellen ein wichtiges Signal zur Wertschätzung der Lebensleistung dar. Die IG Metall entwickelt gerade ein Rentenkonzept, das diesen Fakten Rechnung tragen soll. Die Stärkung der gesetzlichen Rente ist der Schlüssel zur Bewältigung des demografischen Wandels, schützt den sozialen Frieden und sorgt für bessere Zukunftsaussichten für alle. Und es ist ohne weiteres finanzierbar.

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