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Kein „Weiter so“ bei der Rente!

20.09.2017 | Kampagne

Parteien sind jetzt aufgefordert zu handeln

IG Metall-Betriebsräte, Vertrauensleute und JugendvertreterInnen in Aktion

Schluss mit der Friedhofsruhe bei der Rente! Damit die gesetzliche Altersversorgung nicht stirbt, rufen IG Metall-Betriebsräte, Vertrauensleute und JugendvertreterInnen die Politik sofort zum Handeln auf. Laut einer neuen Umfrage fordern gerade die Jungen, die Rente zu retten.

 

© Frank Rumpenhorst

 

Gegen Wohlfühl-Wahlkampf und Aufschieberitis haben junge Metallerinnen und Metaller ein Zeichen gesetzt: In Frankfurt kaperte der Jugendausschuss des IG Metall-Bezirks Mitte CDU-Plakate. Vor das Parteibanner setzten sie ihre zentrale Frage: „Und was ist mit Rente?“

Die Jugendlichen zeigten damit, welches Thema ihnen eindeutig zu kurz kommt: „Gerade die junge Generation haben ein Recht auf eine verlässliche gesetzliche Rente“, erklärt Bezirksjugendsekretär Javier Pato Otero „Während die Rente aber jetzt und nachhaltig gestärkt werden muss, grassiert ein tödliches Virus in der Politik: eine Aufschieberitis.“

Die CDU plant laut ihrem Wahlprogramm, erst in ferner Zukunft über die Zukunft der Rente zu entscheiden. Die Partei allenfalls eine Rentenkommission dazu einzusetzen. Simone Däuwel, Jugendvertreterin beim Mercedes-Benz-Werk in Wörth, versteht das nicht: „Mittlerweile ist es mehr als eindeutig, dass die Altersarmut in Deutschland immer mehr zunimmt und die Altersvorsorge absolut reformbedürftig ist. Gerade unsere Generation muss sich Sorgen machen. Es ist einfach eine Unverschämtheit, dass die CDU, als führende Partei, sich vor dem Thema drückt.“ Däuwel fordert, der jungen Generation nicht weiter einseitig mit Privatversicherungen zu belasten: „In die gesetzliche Rente muss mehr Geld – vor allem auch der Arbeitgeber!“

Die jungen Metallerinnen und Metaller wissen die Mehrheit der Menschen hinter sich: Laut einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag des DGB spricht sich vor allem die junge Generation gegen eine Aufschieberitis bei der gesetzlichen Rente: Mit 70 Prozent sprechen sich überdurchschnittlich viele 18- bis 29-Jährige gegen ein „Weiter so“ aus. 79 Prozent dieser Altersgruppe sind sogar zu höheren Rentenbeiträgen bereit, wenn sie dafür bessere Leistungen erhalten. Und 86 Prozent fordern: Die Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, sich wieder stärker an den Kosten der Alterssicherung zu beteiligen.

 
 

 

Mit Zeitungsanzeigen und einem Appell an die Parteien erhöht die IG Metall den Druck auf die Politik: „Die übergroße Mehrheit der Beschäftigten in unserem Betrieben will einen Kurswechsel in der Rentenpolitik“, heißt es in einem Rentenappell. Rund 1000 betriebliche Interessenvertreterinnen und -vertreter haben dort schon unterschrieben. Ihre Forderungen: ein mittelfristig steigendes Rentenniveau, keine Erhöhung des Renteneintrittsalters und höhere Steuerzuschüsse für die Rentenkasse. Und sie wissen, was sie nicht wollen: „Wegducken und ‚weiter so‘ sind keine politischen Optionen.“

 

 

Aufruf der Betriebsräte und Vertrauensleute