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IG Metall: Für ein angemessenes Leistungsniveau der gesetzlichen Rente

16.03.2016 | Kampagne

 

Das politische Dogma der Beitragssatzstabilität manifestiert sich in gesetzlich festgelegten Beitragssatzobergrenzen für die Jahre 2020 (20 Prozent) und 2030 (22 Prozent). Dies bedeutet, dass der anteilige Beitragssatz der Arbeitgeber auf 10 bzw. 11 Prozent begrenzt ist.

Die Kosten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegen aber deutlich darüber, eben weil sie das sinkende Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung privat durch zusätzliche Altersvorsorge am Kapitalmarkt ausgleichen müssen – sofern sie dazu finanziell überhaupt in der Lage sind.

Derzeit liegt der Beitragssatz bei 18,7 Prozent. Nach den Prognosen der Bundesregierung soll er ab dem Jahr 2021 schrittweise bis auf 21,5 Prozent im Jahr 2029 ansteigen. Im gleichen Zeitraum soll dann das Rentenniveau weiter sinken.

Wird dieser Trend steigender Beiträge bei weiter sinkenden Leistungen nicht durchbrochen, droht sich die oben dargestellte Vertrauenskrise weiter zu verschärfen und zu einer massiven Legitimationskrise der gesetzlichen Rentenversicherung auszuweiten. Gleichzeitig kommen massive Versorgungsprobleme im Alter auf die Deutschen zu. Selbst Beschäftigten mit mittleren Einkommen drohen im Ruhestand der soziale Abstieg oder gar Altersarmut.

Um dies zu verhindern, fordert die IG Metall, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung zu stabilisieren und dann schrittweise anzuheben, um wieder eine angemessene Lebensstandardsicherung im Alter zu gewährleisten. Allerdings wird es dies nicht zum Nulltarif geben, sondern einen etwas höheren Beitragssatz erforderlich machen. Der Wille dazu ist in der Bevölkerung deutlich vorhanden: Gerade die Jüngeren sind bei entsprechenden Leistungsverbesserungen dazu mit deutlicher Mehrheit bereit.

 

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