Die Lösung: Mehr Rente – von allen für alle

Damit sich Beschäftigte in Zukunft wieder auf die Rente verlassen können, hat die IG Metall Vorschläge entwickelt, wie der Verfall der gesetzlichen Rente gestoppt, massenhafter sozialer Abstieg im Alter verhindert und die Alterssicherung wieder zu alter Stärke geführt werden kann.


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Für mehr Rente – die Forderungen der IG Metall

 

Die gesetzliche Rente muss auch ohne private Zusatzvorsorge ausreichen, um im Alter gut leben zu können.

Das Drei-Phasen-Konzept der IG Metall zeigt, wie:

  • Stabilisierungsphase: Das Rentenniveau muss zunächst stabilisiert werden, um ein weiteres Absinken des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente zu verhindern.
  • Ankopplungsphase: Die Renten müssen wieder an die Einkommensentwicklung angekoppelt werden.
  • Anhebungsphase: Schrittweise Anhebung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente auf ein neues Sicherungsziel.

 

Wer aufgrund seiner Erwerbsbiografie keine ausreichenden Anwartschaften auf die gesetzliche Rente erwerben konnte, muss vor Altersarmut geschützt werden.

 

Auch hier ist das Rentenniveau von entscheidender Bedeutung. Massenhafte Altersarmut droht insbesondere Frauen. Um dem entgegenzuwirken, müssen Nachteile am Arbeitsmarkt und die Diskriminierung bei den Einkommen beseitigt, aber auch niedrige Rentenbeträge aufgewertet werden.

 

Daher setzt sich die IG Metall dafür ein:

  • niedrige Einkommen steuerfinanziert aufzuwerten: Zeiten mit Geringverdienst müssen unbegrenzt um das 1,5-fache und höchstens auf 75 Prozent des Durchschnitteinkommens aufgewertet werden.
  • wieder Beiträge für Langzeitarbeitslose in die Rentenkasse zu entrichten und Ausfallzeiten z.B. für Kindererziehung stärker zu berücksichtigen.
  • die Grundsicherung anzuheben und einen Freibetrag für Alterseinkünfte aus gesetzlicher Rente und Betriebsrenten bei der Einkommensanrechnung einzuführen.
  • den Kampf gegen Altersarmut systemgerecht aus Steuermittel zu finanzieren.

 

Eine gerechte Rente ist gemeinsam möglich:

Die beste Nachricht für heutige und zukünftige Rentner lautet: Die gerechte und nachhaltige Finanzierung verbesserter Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung ist möglich. Dazu sind eine schrittweise Anhebung des Beitragssatzes und die Erweiterung des versicherten Personenkreises notwendig. Letzteres bedeutet die Umwandlung der gesetzlichen Rente in eine solidarische Erwerbstätigenversicherung, in der auch Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Parlamentarier pflichtversichert sind. Auf diese Weise wird die gesetzliche Rente zu einem gesamtgesellschaftlichen Projekt, an dem alle beteiligt sind: eine gute Rente von allen für alle.

 

Flexibel in den Ruhestand statt Arbeiten ohne Ende:

Die IG Metall lehnt Konzepte ab, die mit arbeits- und sozialrechtlichen Eingriffen das Arbeiten nach der Regelaltersgrenze attraktiver oder gar zu einem Massenphänomen machen wollen. Flexible Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Arbeitsleben werden vor allem vor und nicht nach der Regelaltersgrenze benötigt. »Arbeiten bis zum Ende« ist weder gesellschafts- und sozialpolitisch akzeptabel noch eine nachhaltige Antwort auf den wachsenden Fachkräftebedarf.

Die IG Metall plädiert für passgenaue Übergangsoptionen und eine erreichbare Regelaltersgrenze. Dafür bedarf es weiterer Reformen, die sich an der individuellen Situation und den Bedürfnissen der Beschäftigten orientieren und das Recht auf Ruhestand stärken. Hier hat sich insbesondere die Altersteilzeit bewährt.

 

Gute Rente – solidarisch organisiert: