Kein "Weiter so"
bei der Rente!

Ob jung oder alt: Alle wollen eine Rente,
die für ein gutes Leben reicht. Doch die
Wirtschaftslobby stellt sich dagegen.
Noch ist der Ausgang offen. Deshalb ist
es jetzt Zeit, um gemeinsam zu kämpfen:
für eine faire Rente – von allen für alle.



Die Lösung: Mehr Rente – von allen für alle!

Damit sich Beschäftigte in Zukunft wieder auf die Rente verlassen können, hat die IG Metall Vorschläge entwickelt, wie der Verfall der gesetzlichen Rente gestoppt, massenhafter sozialer Abstieg im Alter verhindert und die Alterssicherung wieder zu alter Stärke geführt werden kann.

Die gesetzliche Rente muss auch ohne private Zusatzvorsorge ausreichen, um im Alter gut leben zu können. Wie, steht im Rentenkonzept.

Das Rentenkonzept der IG Metall

Der IG Metall - Rentenrechner

Reicht die Rente? Probiere aus, wie sich unterschiedliche Einkommen und Biografien auswirken – und wie die rentenpolitische Zukunft aussehen könnte.

Die Berechnung ist beispielhaft und dient der Veranschaulichung unterschiedlicher Entwicklungspfade der gesetzlichen Rente. Die ausgewiesenen Rentenhöhen können nicht die individuelle Rente nach Renteninformation oder Rentenbescheid durch die Deutschen Rentenversicherung wiedergeben und von diesen deutlich abweichen Die Berechnung basieren auf dem aktuellen Rentenwert (West) ab dem 1. Juli 2016 nach RWBestV 2016 und individueller Regelaltersgrenze nach SGB VI § 235 sowie dem vorläufigen Durchschnittsentgelt für das Jahr 2016 nach Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung.

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Verbreite die Botschaft! Mit dem IG Metall Rentenkonzept kann die Rente deutlich angehoben werden!


Informationen zur Rente


Warum die Grundrente wichtig und richtig ist

Ob Friseurinnen oder Krankenpfleger in Teilzeit: Vielen Menschen in Deutschland droht im Alter der Gang zum Sozialamt. Sie haben oft jahrzehntelang hart gearbeitet aber nur wenig verdient – entsprechend gering fielen ihre Rentenbeiträge aus. Ergebnis: eine Minirente, von der man nicht leben kann. Helfen muss dann die staatliche Grundsicherung. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will dieses …

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Wird Jan von seiner Rente leben können?

Jan ist ein typischer Beschäftigter: Ausbildung mit 18, mit Mitte 20 ein Mal arbeitslos, aber nun schon über zehn Jahre voll im Beruf mit einem ganz guten Verdienst von 3.470 Euro. Doch selbst wenn sein weiterer Berufsweg ganz normal weiter geht, erwartet Jan nur eine magere Rente. Denn Jan wird vermutlich nicht bis zur Regelaltersgrenze …

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Die Rentenmaschine muss neu eingestellt werden

Die Rentenmaschine läuft aktuell nicht rund. Metallerinnen und Metaller zeigen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss.

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Die Lösung: Mehr Rente – von allen für alle

Damit sich Beschäftigte in Zukunft wieder auf die Rente verlassen können, hat die IG Metall Vorschläge entwickelt, wie der Verfall der gesetzlichen Rente gestoppt, massenhafter sozialer Abstieg im Alter verhindert und die Alterssicherung wieder zu alter Stärke geführt werden kann.

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Umfrage zur Rente mit 67

  Im aktuellen Papier wird aufgezählt, dass immer mehr ältere Menschen arbeiten. Bei den 60 bis 64-Jährigen waren es im vergangenen Jahr rund 58 Prozent. Im Jahr 2000 lag die Quote nur bei 20 Prozent. Nach Ansicht der Bundesregierung wird die Arbeitswelt immer altersgerechter. Ein längeres Erwerbsleben sei für die Beschäftigten keine Bedrohung, sondern „eine …

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„Generationenkrieg? Gibt es nicht!“

Wenn der Sozialstaat bröckelt, bröckelt irgendwann auch die Demokratie. Davor warnt Hans-Jürgen Urban, im IG Metall-Vorstand zuständig für Sozialpolitik. Im Interview sagt er, warum gerade die junge Generation eine solide Rentenpolitik braucht – und welche Rolle die Berufsbildung für die Arbeitswelt von morgen spielt.

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Wir für die Grundrente!

Das Thema Grundrente wird derzeit heiß diskutiert. Die Arbeitgeber sind dagegen.
Doch was denken die Menschen auf der Straße? Wir haben uns umgehört…


Alle Kampagneninfos in unserer Broschüre

Ein weiterführender Link zu mehr Information eventuell hier. Das Kampagnenkonzept als PDF? Der Flyer?


Der Renten-Faktencheck

Gerade zum Thema Rente wird viel behauptet – doch weit nicht alles ist auch richtig.

Wir räumen im Faktencheck mit den gängigsten Vorurteilen auf.


Fakt ist: Bei den Arbeitsbedingungen jetzt bedeutet eine höhere Altersgrenze nur weniger Rente.

Älter bedeutet nicht unbedingt arbeitsfähig: Im Schnitt sind die Menschen mit 61,8 Jahren ein Fall für die Rentenversicherung. Mehr als jeder vierte Neurentner bezahlt das lebenslang mit Abschlägen für die Rente – bei der Rente mit 67 bis zu 14,4% und bei einer Rente mit 70 sogar bis zu 25,2%.

Zuerst braucht es (gute) Arbeit für Ältere: 50- bis 65-Jährige sind aber überdurchschnittlich häufig und lange arbeitslos. Unter den 64-Jährigen heute ist nur noch jeder Sechste beschäftigt.

Ein höheres Rentenalter hat nur einen geringen Effekt. Beispiel Rente mit 67: Sie sollte den Beitragssatz der Rentenversicherung um gerade einmal 0,5% reduzieren – für Durchschnittsverdiener eine „Entlastung“ von lediglich 7,50 Euro/Monat.

Obwohl es möglich und durch Rentenzuschläge lukrativ wäre, arbeitet kaum jemand über die Altersgrenze hinaus – nur 1,6 % der Neu-Rentner sind älter als 65. Und von denen sind viel auf einen Zuverdienst angewiesen, weil die Rente nicht zum Leben reicht.

 

Fakt ist: Verbesserungen bei der Rente nehmen den Jungen zumindest eine Sorge vor der Zukunft. Läuft es so weiter, profitieren nur die Unternehmen und Versicherungskonzerne.

Besonders junge Beschäftigte werden bei der Altersvorsorge zunehmend sich selbst überlassen und sollen Kosten wie Risiken selbst tragen. Sie sind gezwungen, private Zusatz-Versicherungen abzuschließen.

Gerade auch junge Beschäftigte wünschen sich ein stabiles und verlässliches gesetzliches Rentensystem.

Das Gerede von einem Konflikt der Generationen zielt auf die Spaltung der Gesellschaft. Das macht die IG Metall nicht mit! Faktisch geht es um eine generationenübergreifende Abwägung zwischen Leistungszielen und Aufwendungen sowie um die gerechte Verteilung der Tragelasten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

 

Behauptet wird: Das sinkende Rentenniveau sagt nichts aus. Die Menschen sorgen auch betrieblich und privat vor.

Fakt ist: Viel zu wenige Beschäftige können sich eine Extra-Vorsorge leisten. Gerecht kann nur die gesetzliche Rente sein.

Viele Jahrzehnte lang zielte die gesetzliche Versicherung auf die Sicherung des Lebensstandards im Alter. Spätestens seit 2001 ist das sinkende Rentenniveau politisch gewollt.

Die private Vorsorge soll die Lücke ausgleichen. Die Annahmen (4 % vom Brutto Sparquote, 4 % Zinsen, 10 % Vertragskosten) sind jedoch unrealistisch.

42 Prozent der Menschen mit einem Bruttoeinkommen unter 1.500 € können sich gar keine Extra-Altersvorsorge leisten. Gleichzeitig geht mehr als jeder 3. Riester-Förderungs-Euro auf das Konto der reichsten 20 Prozent.

Eine betriebliche Altersvorsorge ist sinnvoll, denn hier können die Arbeitgeber an der Finanzierung beteiligt werden. Sie darf und kann aber nicht Ausfallbürgin einer verfehlten Sozialpolitik sein.

 

Fakt ist: Bei den sogenannten „Lohnnebenkosten“ liegt Deutschland im EU-Mittelfeld. Denn die „Lohnnebenkosten“ als Anteil an den Bruttolöhnen liegen mit 28% gerade einmal auf Rang 15 in der EU. Die Exportstärke Deutschlands ist ungebrochen. Hohe Lohnkosten sind offensichtlich kein Hindernis für eine stabile Konjunktur – was trotz allen Unkenrufen auch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns bestätigt hat.

Fakt ist: Solche langfristigen Berechnungen sind unseriös, weil niemand verlässlich so weit in die Zukunft blicken kann.

Die Summe von Kosten über einen Zeitraum von 25 Jahren dient zudem einzig der Verunsicherung und ist hochgradig tendenziös. Zudem suggeriert eine Zahl bis zum Jahr 2040 demografischen Stillstand. Viele der heutigen Beitragszahler sind dann schließlich selbst in Rente – profitieren also selbst von den zunächst höheren Kosten. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der Anteil aller Ausgaben für Leistungen wegen Alters mindestens seit dem Jahr 2000 weitgehend unverändert. Man muss zwischen relativen und absoluten Zahlen unterscheiden: So haben sich z.B. die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung zwischen 1991 und 2015 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Rentenausgaben am Sozialbudget in diesem Zeitraum um fast 5% verringert.

Mit den Vorschlägen der IG Metall hält sich trotz besserer Leistungen der Anstieg der Versicherungsbeiträge im Zaum: Im Jahr 2030 wären es maximal 1,5 Prozentpunkte mehr als ohnehin veranschlagt.

Fakt ist: Die Zahl der Aufstockung der Altersrenten sagt wenig über die tatsächliche Situation aus. Denn rund zwei Drittel der Anspruchsberechtigung beantragt die ihm zustehende Unterstützung gar nicht – meist aus Unkenntnis oder Scham. Zudem ist die Grundsicherung (aktuell im Schnitt 780 Euro/Monat) kein geeigneter Indikator für Altersarmut. Sinnvoller ist die Armutsschwelle von 60% des mittleren Einkommens. Danach gilt als armutsgefährdet, wer als Alleinstehender weniger als etwa 980 Euro im Monat zur Verfügung hat. Auf dieser Grundlage sind mehr als 14 Prozent der Menschen über 65 Jahren armutsgefährdet – ein Zuwachs von rund 50% seit dem Jahr 2006.



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